Jetzt mit Freunden teilen

Ratenkredite

Ratenkredite
Ratenkredite

Was ist ein Ratenkredit ?

Der Ratenkredit ist ein Darlehen über einen bestimmten Geldbetrag, der in gleichbleibenden monatlichen Beträgen (Raten) zu einem zuvor festgelegten Zinssatz in einer vorher festgelegten Anzahl von Monatsraten zurückgezahlt wird. Die Monatsraten enthalten die Kredittilgung, die Zinsen und ggf. die Gebühren des Kreditinstitutes. Raten Kredite werden in der Regel für Darlehensbeträge von 1.000 bis 75.000 Euro vergeben und können unterschiedliche Laufzeiten haben.

Ratenkredite werden auch als Konsumentenkredit oder als Anschaffungsdarlehen bezeichnet. Raten Kredite werden von Kreditinstituten unter verschiedenen werblichen Namen wie beispielsweise Autokredit oder Kleinkredit (Ratenkredit für Beträge zwischen etwa € 500,– und € 50.000,–) angeboten. In Österreich werden auch die Bezeichnungen Schalterkredit und Abstattungskredit verwendet.

Ratenkredite sind meistens standardisierte Bankprodukte für Privatkunden. Ratenkredite zählen zu den gebräuchlichsten Kreditarten, bewegen sich in einer Höhe von rund 1.000 bis 75.000 Euro und haben eine Laufzeit von maximal 84, manchmal auch 120 Monaten.

Sie werden meist als Blankodarlehen, d. h. ohne die Stellung von Sicherheiten herausgelegt. Lediglich eine Lohn- und Gehaltsabtretung ist typischerweise als Sicherheit im Vertrag vereinbart. Sofern die Bonität des Kreditnehmers nicht ausreicht, kann eine Bürgschaft zusätzlich von der Bank gefordert werden. Bei der Finanzierung von Kraftfahrzeugen ist es üblich, eine Sicherungsübereignung des Autos vorzunehmen. Einige Kreditinstitute verzichten jedoch mittlerweile – im Sinne einer standardisierten und effektiven Bearbeitung – auch bei derartigen Finanzierungen auf die Sicherungsübereignung der Kraftfahrzeuge.

Die Rückzahlung erfolgt in der Regel in gleichen Monatsraten. Diese Monatsraten enthalten die Kredittilgung, die Zinsen und ggf. die Gebühren des Kreditinstitutes. Die Zinsen eines Ratenkredites liegen höher als bei Baufinanzierungen, oftmals aber niedriger als bei Dispositionskrediten. Früher wurden typischerweise einmalige Bearbeitungsgebühren von meist 2 bis 3,5 % der Kreditsumme gefordert. Das ist jedoch ab dem Jahre 2004 nachträglich durch den BGH verboten worden, sodass inzwischen keine Bearbeitungsgebühren mehr zulässig sind.

Die Wirksamkeit einiger AGB-Klauseln zu Bearbeitungsgebühren für Privatkunden ist strittig. Nachdem Bearbeitungsgegebühren von mehreren Oberlandesgerichten für unwirksam erklärt wurden, sollte der BGH über die Revision eines Kreditinstituts gegen ein Urteil des OLG Dresden letztinstanzlich entscheiden. Die Revision wurde jedoch zurückgenommen, da das Kreditinstitut eine höchstrichterliche Entscheidung scheute.

Oftmals wird mit dem Ratenkreditvertrag eine Restschuldversicherung abgeschlossen, die weitere Kosten verursacht.

Überwiegend werden die Zinssätze heute als bonitätsabhängiger Zinssatz individuell festgelegt. Einige Direktbanken bieten Ratenkredite günstiger als Filialbanken an. Inzwischen ist das Kreditvergabeverfahren auch bei vielen Filialbanken soweit standardisiert und vereinfacht, so dass sich ein Vergleich der Konditionen zur Direktbank lohnen kann. Im Kreditvertrag muss der Effektivzins angegeben werden, um eine leichtere Vergleichbarkeit der Kreditkosten der verschiedenen Kreditgeber sicherzustellen.

Ratenkredite werden typischerweise an die Schufa gemeldet.

Viele Händler, Versicherungsvertreter sowie freie Vermittler bieten als Kreditvermittler Ratenkredite von Banken an.

jetzt Beitrag voten